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Oxyvenierung (Sauerstofftherapie)

Bei der Oxyvenierung nach Regelsberger (Sauerstoff-Infusions-Therapie (SIT)) handelt es sich um ein therapeutisches Verfahren der Naturheilkunde, welches primär zur Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt werden kann.

Im Rahmen der Oxyvenierung erfolgt die intravenöse Applikation (Verabreichen über die Vene) von Sauerstoff, die zu diversen Veränderungen der Eigenschaften des Blutes führen kann.

Ziel der Oxyvenierung ist die Anregung des Körpers zur Bildung gefäßerweiternd und entzündungshemmenden wirksamer Botenstoffe (Mediatoren). Über diese Mediatoren soll des Weiteren eine Behandlung bestehender Ödeme (überflüssige Gewebeflüssigkeit) ermöglicht werden.

Außerdem können die freigesetzten Mediatoren die Verklebungsfähigkeit der Blutplättchen vermindern, sodass das Auftreten einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) seltener wird. Des Weiteren führt die Oxyvenierung zu einer verbesserten Immunabwehr, die auf einer Mehrbildung von weißen Blutkörperchen beruht.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwüre)
  • Ödeme
  • Zerebrale arterielle Verschlusskrankheit
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Durchblutungsstörung des Innenohrs
  • Durchblutungsstörung Auge / Glaukom (Grüner Star)
  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • Allergisch-entzündliche Erkrankungen

Vor der Therapie

Verschiedene Medikamente können einen Einfluss auf den Effekt der Oxyvenierung haben. Gerinnungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) aber auch Kortison können den Behandlungserfolg einschränken.

Das Absetzen gerinnungsbeeinflussender Medikamente darf jedoch nur auf ärztlichen Rat erfolgen.

Das Verfahren

Das Grundprinzip der Oxyvenierung beruht auf der gezielten und korrekt dosierten Applikation von reinem Sauerstoff in das venöse System des Körpers.

Die Applikation des Sauerstoffs wird im Liegen mit Hilfe eines Oxyven-Gerätes durchgeführt. Ungefähr 1-2 ml Sauerstoff werden pro Minute intravenös verabreicht.

Die gewünschte Wirkung der Behandlung wird häufig nach 6 Wochen erreicht. Oft lässt sich auch ein Behandlungserfolg bereits während der therapeutischen Maßnahme feststellen.

Nach der Therapie

Im Anschluss an die Therapie sind keine besonderen Maßnahmen notwendig. Um von den Effekten der Therapie langfristig profitieren zu können, sollte auf das Rauchen verzichtet werden.